Dickes Ding

über 200 Plätze, das erste vietnamesische Teehaus Münchens, Tische mit Plancha-Grills — das Jaadin kleckert nicht. Es klotzt!

Für Nicht-Münchner muss man vielleicht sagen: Die berühmte Leopoldstraße ist lang. Und die Höhe, auf der das Jaadin eröffnet hat, war bisher nicht gerade als Hotspot Schwabings bekannt. Doch das ändert sich! Ein großes Hotel wird hier am Schwabinger Tor ebenso eröffnen wie das lang angekündigte Wein-Rock’n’Restaurant von Justin Leone. Und nun eben das große Jaadin. In dessen weitläufigen Räumen sind nicht nur ein Restaurant, sondern auch eine Bar und ein sehr feiner Teesalon untergebracht. Alles von der in der Stadt schon gastroberühmten Familie Nguyen („Koriander Too“, „Enter the Dragon“) mit viel urbanem Stilbewusstsein als Stammsitz eingerichtet. Vietnamesischer Familienküche zum Teilen wird hier dann auch gehuldigt, und das bedeutet nahezu alles, von veganen Raffinessen bis hin zum üppigem Barbecue. Denn der Clou sind die Tische mit eigenem Plancha-Grill, zu denen der Gast eine exquisite Auswahl an Meeresfrüchten und Fleisch gereicht bekommt. Selber grillen ist nur Show? Vielleicht, aber die Sachen sind so perfekt fernöstlich mariniert und mit fünf pointiert abgeschmeckten Saucen Stück für Stück ein wahrlich epikureischer Genuss. Rinderfilet und Garnele – ok, aber auch die Kräuterseitlinge und Tintenfischtuben sind so präpariert, dass sie im Mund vornehm schmelzen. Auf Wunsch wird auch vom Personal am Tisch gegrillt. Aber warum auf ein kleines Erfolgserlebnis verzichten?

Erschienen im Foot- und Gastromagazin B-EAT, 13. März 2019

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