Drei Kinder der Familie Nguyen haben ein Lokal nach ihren Wünschen geschaffen, das kulinarische Traditionen aus Vietnam wiederbelebt und weiterentwickelt.

Dass in deutschen Restaurants Asiaten angestellt sind, ist heute fast selbstverständlich. Dass in einem von Vietnamesen geführten Lokal neben Asiaten aber auch Deutsche arbeiten, dürfte momentan noch ungewöhnlich sein. So wie vieles ungewöhnlich ist, was über das im Frühjahr eröffnete Lokal Jaadin im Norden Münchens zu sagen ist. Hier werden, wie wohl nirgendwo sonst in Deutschland, kulinarische Traditionen aus Vietnam wiederbelebt, weiterentwickelt und den lokalen Möglichkeiten angepasst.

Als die Familie Nguyen, die schon in Saigon ein Restaurant betrieben hatte, 1979 nach der Flucht aus Vietnam in München Zuflucht fand, hat es zehn Jahre gedauert, bis sich hier die Gelegenheit zur Eröffnung eines bescheidenen ersten asiatischen Lokals bot. Seither waren Mitglieder der Familie an verschiedenen Restaurants in München beteiligt. Und nun haben drei Kinder der Gründergeneration einen gastronomischen Betrieb nach ihren Vorstellungen geschaffen. In der Küche dieses Restaurants kann die Mutter klassisch vietnamesische Traditionen wieder aufleben lassen kann; im eigens eingerichteten Teehaus kann das Lokal etwas von der hohen Tee-Kultur Asiens vermitteln. Mit seinem großem Grillbereich, mit der ganz amerikanisch ausgestatteten Bar und mit Spezialangeboten wie „Afternoon Aperitif“, „Sonntags-Brunch und „Signature Cocktails“ huldigt das Jaadin aber auch intensiv internationalen Vorstellungen. […]

Erschienen in der Süddeutschen Zeitung, 18.Juni.2019

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